Schöningen:

Die katholische Kirche hat in diesem Jahr die ökumenische Veranstaltungsreihe Wort zum Ort eröffnet.

Etwa 50 Personen trafen sich im Vereinsheim des Roten Kreuzes an der Moltkestraße.

Georg Much zeigte in seinem Kurzvortrag die Gründe auf, die Henry Dunant bewegten. Dunant hatte das Leid der Soldaten nach der Schlacht bei Solferino gesehen und wollte, dass auf der Grundlage von Neutralität und Freiwilligkeit in allen Ländern Hilfsorganisationen gegründet werden sollten, die sich um verwundete Soldaten kümmerten. Mit Gleichgesinnten kam es daher 1863 zur Gründung des Internationalen Komitees der Hilfsgesellschaften der Verwundetenpflege“.Später erfolgte die Umbenennung in „Rotes Kreuz“.

Ab 1890 wurden in Schöningen Samariter ausgebildet, die sich unter dem Namen „Samariter-Verein des Amtes Schöningen“ zusammenschlossen. 1907 wird der Verein umbenannt und erhält den Namen „Freiwillige Sanitätskolonne“. 1912 schließlich erfolgt die Umbenennung in „Freiwillige Sanitäts-Kolonne vom Roten Kreuz“. Dies gilt als Gründungsjahr des Ortsvereins Schöningen.

1986 konnte der Verein in sein eigenes Heim an der Moltkestraße umziehen.

Pfarrer Olszak wies in seiner Ansprache darauf hin, dass die Aufgaben des Roten Kreuzes sich geändert haben. Wir haben bei uns keine großen Schlachtfelder, aber der Schrei nach Hilfe ist trotzdem da. Es ist der Schrei der Einsamkeit, der Verlassenheit, der Schrei, der aus Katastrophen zu hören ist und der Schrei wegen vieler seelischer Bedürfnisse, die der Mensch heute in sich trägt. Dies sind die Bereiche, in denen das Rote Kreuz heute im Wesentlichen seine Aufgabenfelder sieht. Hoffen wir, dass immer genügend Menschen sich bereit finden, diese ehrenamtliche Arbeit an den Mitmenschen zu erfüllen.

Umrahmt wurde die Veranstaltung von der Gitarrengruppe, die die gemeinsamgesungenen Lieder begleitete.

Bilder & Text: Georg Much